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Webarten

Die Webarten sind besonders wichtig wenn man sich dazu entscheidet ein Babytragetuch zu entwickeln. Wir haben uns darüber viele Gedanken gemacht und uns dann für die Webart “Kreuzköper” entschieden. Warum, erklären wir dir hier.

Für ein fertiges Gewebe braucht man zwei Fadensysteme, die sich kreuzen, um somit zu einer Fläche zu werden. Die Fäden, welche längs verlaufen, heißen Kette oder Kettfäden. Quer zur Länge verläuft der Schuss (Einschlag). Diese werden beim Weben miteinander verkreuzt.

Es gibt sehr unterschiedliche Bindetechniken in der Webkunst. Man entscheidet sich für eine jeweilige Bindung (also Fadenverkreuzung) abhängig vom Verwendungszweck des Produkts, des Farbstoffs, der Mengenanzahl und der Länge und Breite des Materials.

Bei der Köperbindung (Der Begriff Köper steht für Gewebe) bildet sich ein diagonales Muster. Die Köperbindung wird für warme, dichte Stoffe angewendet, wie zum Beispiel die Mama Nuka Babytragetücher. Die Stoffe sind durch diese Webart gleichmäßig elastisch, denn bei einem Babytragetuch ist eine hohe Belastbarkeit besonders wichtig. Gleichzeitig darf der Stoff aber nicht zu steif sein, sodass er sich an den Körper des Babys anpassen kann. Wenn das Kind größer wird, möchte man mit dem Tuch die Trageposition wechseln. Daher muss der Stoff auch flexibel sein, damit er sich nicht verformt. Mit der diagonal-elastischen Köperbindung, die für das Mama Nuka verwendet wird, ist das optimal gewährleistet.

Aus den Köperbindungen gibt es unterschiedliche Ableitungen, die sich in ihrer Optik unterscheiden. Für unsere Aurora, Freja, Gaia, und Astarte wird die Kreuzköperbindung angewendet. Die Fischgratbindung, die für die Mama Nuka Tragetücher Lilith und Undine verwendet werden, ergibt ein stabiles, strapazierfähiges Gewebe und ein besonders schönes Muster, welches an die Form einer Fischwirbelsäule erinnert.

Bio-Baumwolle

Baumwolle ist eines der Hauptmaterialien für die weltweite Textilherstellung und Indien eines der wichtigsten Anbaugebiete. Bio-Baumwolle trägt mit nur 1-5% zur gesamten Produktion von Baumwolle bei. Warum es so wichtig ist, ausschließlich Bio-Baumwolle zu kaufen und zu verarbeiten erklären wir dir in diesem Artikel.

Viele Bauern in Indien stiegen in das Baumwollgeschäft ein, da es als besonders lukrativ erschien. Mit über 6 Mio. Tonnen Erntevolumen pro Jahr gehört Indien mit China zu einem der Hauptproduzenten. Allerdings lohnt sich das Geschäft durch die hohen Preise für Pestizide nicht mehr, die zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Mit dem Einsatz von Genpflanzen seit 2002 sollte das verhindert werden: die Pflanze kann durch ein eigenes Gift die Larven des Baumwollkapselbohrers töten. Allerdings lassen sich davon andere Schädlinge nicht abschrecken, und es treten auch weitere Resistenzen auf. Dadurch sind die Bauern auf den weiteren Einsatz von Chemikalien angewiesen. Sie vergiften sich damit nicht nur selbst, sondern geraten auch in eine schlimme Schuldenfalle, da die Chemikalien sehr teuer sind. Sie kosten mehr als die Bauern jährlich einnehmen können. Aufgrund dieser Misere ist die Gegend der Baumwollbauern in Südindien sogar unter dem Namen “Selbstmordgürtel Indiens” bekannt: viele Bauern wissen aufgrund ihrer hohen Verschuldung keinen Ausweg mehr und töten sich selbst. In den vergangenen 20 Jahren gab es hunderttausende solcher Fälle.

Eine Lösung ist der biologisch nachhaltige Anbau von Baumwolle. Das heißt die Pflanzen werden nur mit natürlichen Stoffen gedüngt und nicht gespritzt. Da die Bodenstruktur anders ist, wird auch weniger Wasser verbraucht. Ein konventionelles Shirt braucht für seine Herstellung über 2000 Liter Wasser! Bei den Biofeldern werden in der Regel Sträucher neben die Felder gepflanzt, die Insekten anlocken, welche die Schädlinge fressen. Zudem werden weitere natürliche Pestizide eingesetzt, die teilweise aus gemahlenen Blättern bestimmter Bäume, oder Kuhdünger vermischt mit Buttermilch und Chili, Knoblauch und Zwiebeln bestehen. Damit kann man auf ganz natürliche Weise gegen die Schädlinge ankommen. Die Böden bleiben unbeschadet und auch der Mensch muss nicht unter Giften leiden. Die Baumwolle kommt mit keinen giftigen Stoffen in Berührung. Die Bodenfruchtbarkeit bleibt erhalten und gleichzeitig ist gewährleistet, dass die Bauern Lebensmittel zur Verfügung haben.

Wenn die Faserkissen zur Reifezeit manuell geerntet werden, werden nur die reifen, strahlend weißen Fasern gepflückt. Da Bio-Baumwolle von Hand geerntet wird, kommt sie mit keinen chemischen Entlaubungsmitteln in Kontakt. Die Pflückerinnen schaffen in weniger als einer Stunde ein Kilo Baumwolle. Das entspricht circa einem T-Shirt.

Derzeit beträgt der Anteil von Biobaumwolle erst 1% -5% auf dem Markt und kann damit nicht den Bedarf für die Textilhersteller decken. Da es aufwendiger ist, ein Biofeld anzulegen, denn es braucht viel Aufmerksamkeit und ständige Kontrolle und Pflege, machen sich viele Bauern nicht die Mühe und bleiben trotz ihrer schwierigen Lage bei dem konventionellen Anbau. Auch nur wenige Hersteller setzten sich mit dem Thema auseinander. Unsere Mama Nukas bestehen aus 100% reiner Bio-Baumwolle. Die Baumwolle kommt von zertifizierten Baumwollfarmen in Südindien. Mit dem Kauf eines Mama Nuka Babytragetuchs trägst du also entscheidend zur Förderung einer nachhaltigeren Textilindustrie bei.

Färbung

Für die Färbung unserer Tücher werden ausschließlich Pflanzenfarben verwendet, wie zum Beispiel die Farben aus der Indigo-Blüte und dem Granatapfel. Die Verwendung von pflanzlichen Farben kommt heute nicht mehr in der industriellen Textilherstellung vor. Doch ihre Verwendung hat eine jahrhundertelange Tradition und trägt erheblich dazu bei die Umwelt zu schonen: da nachwachsende Rohstoffe genutzt und Belastungen der Umwelt in der Produktion stark reduziert werden. Das Produkt kommt dadurch auch nicht mit möglicherweise schädlichen, synthetischen Substanzen in Kontakt. Damit ist dein Mama Nuka Babytragetuch ein Produkt, welches sowohl auf der Basis von umweltschonenden Produkten hergestellt wurde und auch besonders gut zu deiner Haut und der deines Babys ist. Die Färbekraft und Heilkraft einer Pflanze wurde oft gleichzeitig entdeckt. Die heilende Wirkung einer Pflanze, sowie ihre Farbe sind eng miteinander verbunden.

Die Schale und Wurzel von Granatapfel wurde zum Beispiel traditionell auch für Heilzwecke eingesetzt. Gleichzeitig dient vor allem in Indien, der Farbstoff des Granatapfels zum Färben von Textilien. Auch für unsere Tücher wird er verwendet und beschenkt euch mit seiner, schönen, roten Farbe.

Aus der Kurkuma Wurzel, auch bekannt als gelber Ingwer, kann man das im asiatischen Raum bekannte Gewürz gewinnen, aber auch den Farbstoff. Unsere UNDINE, LILITH und GAIA wurden damit gefärbt. Das Katechu-Harz, verwendet für AURORA wird aus dem Hartholz der Akazie gewonnen. Die Krappwurzel beinhaltet den wertvollsten und ergiebigsten natürlichen roten Farbstoff der Welt und wurde auch zum Färben unserer AURORA und ASTARTE verwendet. Das schöne blau aus der Indigoblüte strahlt bei unserer UNDINE. Die Heimat dieser berühmten Färbepflanze ist Indien. Die Blüten der Pflanze sind rosa. Während der Farbstoff einige Zeit nur noch aus synthetischer Herstellung erhältlich war, gibt es ihn heute auch wieder in pflanzlicher Form.

Das Färben mit rein pflanzlichen Stoffen liegt unserem Hersteller besonders am Herzen. Besonders wichtig ist dabei für ihn auch, die Sichtweise und das Konsumverhalten der Kunden zu ändern. So sollte man zum Beispiel über das Verhalten von pflanzlich gefärbter Kleidung aufklären. Diese verändert sich im Laufe der Zeit. Sie wäscht sich leicht aus und bekommt damit einen anderen Farbton. Das bedeutet aber nichts Schlechtes sondern ist ein natürlicher Prozess, der Freude macht.

Das Babytragetuch

Bei der Frage ob man sich für Kinderwagen oder Tragetuch entscheidet, ist wichtig, dass sowohl Mama als auch Kind sich mit ihrer Entscheidung wohlfühlen. Da jeder unterschiedliche Bedürfnisse hat, gibt es nicht die einzig richtige Variante, wie man sich mit seinem Kind fortbewegen kann. Jeder muss selbst entscheiden, was für sich und das Baby am Besten ist. Die Unterschiede zwischen dem Tragen und Kinderwagen und andere Fragen zum Thema Babytragetuch hat uns die Hebamme Sarah Schotte beantwortet.

“Es gibt viele Vorteile ein Tragetuch zu nutzen. Das Tragetuch lässt sich perfekt an das Baby und den Tragenden anpassen und es gibt viele verschiedene Bindeweisen, sodass für jeden etwas dabei ist.”, erklärt uns Sarah.

Für das Tragetuch spricht die dadurch entstehende Bindung zwischen Kind und Mama. Wurde es vor der Geburt bereits im Bauch getragen, verliert es mit dem Babytragetuch nicht den Kontakt. Man ist sich einig, dass sich das Kind am Herzen der Mutter oder Papa am Wohlsten und besonders geborgen fühlt. Mit einem Babytragetuch ist die Bewegungsfreiheit der Eltern gewährleistet und man hat keine Sorgen mit Treppen oder anderen Hindernissen im Alltag. Außerdem kann man es einfach einstecken und mitnehmen und hat keinen unnötigen Ballast.

Sarah sagt uns: “Oft sind Eltern verunsichert, ob das Baby zu kalt oder zu warm angezogen ist. Im Tragetuch kann man schnell im Nacken prüfen, ob die Temperatur richtig ist. Das Baby wird an kalten Tagen durch die Körperwärme des Tragenden gewärmt und an warmen Tagen durch das Schwitzen des Tragenden vor einer Überhitzung geschützt. Man hat sein Baby immer im Blick und kann jederzeit nachprüfen ob es ihm gut geht. “

Der Vorteil gegenüber der Babytrage ist zudem, dass man es die ganze Tragezeit über nutzen kann. Je nach Alter und Größe des Kindes und abhängig vom Bedürfnis beider, ist das Tragen also eine empfehlenswerte Art, sich mit Kind fort zu bewegen. Zweifel hinsichtlich der Wirbelsäulenstabilität, können ausgeräumt werden: wichtig ist vor allem die richtige Bindeart zu beachten. Sarah erklärt uns, dass das Tragetuch, sehr gut für Muskeln und Wirbelsäule des Kindes ist.

“Beim Tragen wird automatisch die Rücken-und Bauchmuskulatur gestärkt. Sollte es dennoch zu Rückenproblemen kommen, kann man eine andere Bindetechnik ausprobieren oder auf das Tragen auf dem Rücken zurückgreifen.”, so Sarah.

Im Mutterleib hatte dein Baby eine ähnliche Position: der Rücken rund und die Beinchen leicht angezogen. (in der Fachsprache, nennt man das „Anhock-Spreiz-Haltung“) Deshalb fühlt sich dein Kind in der Kängurutrage, am Bauch von Mama oder Papa besonders wohl, weil es dort in einer ähnlichen Position ist, wie im Bauch. Erst im Laufe des ersten Lebensjahres streckt sich die Wirbelsäule des Kindes.

“Ein Tragetuch passt sich super an den kindlichen Rücken an. Die Tuchbahnen lassen einen gerundeten Rücken zu und stützen dennoch, so dass keine unphysiologische Haltearbeit vom Baby geleistet werden muss.” bestätigt uns Sarah.

Wenn du dein Mama Nuka Babytragetuch richtig bindest, dann kann es deiner und der Wirbelsäule deines Kindes nicht schaden. Wichtig ist, die Trageart und Technik abhängig von der Größe deines Kindes zu machen. Dazu empfehlen wir dir, an einer Trageberatung teilzunehmen. Dort wird dir gezeigt, wie man dein Tragetuch kind- und rückengerecht bindet.

Sarah weist darauf hin, dass das Tragetuch gut gestrafft sein sollte, um dem Baby einen sicheren Halt zu geben und das Köpfchen ausreichend zu stützen.

“Wichtig ist, dass das Baby in der Anhock-Spreiz-Haltung getragen wird. Durch diese Haltung werden die Bereiche der Hüftgelenkspfanne gleichmäßig belastet. Das Tuch sollte auf der Haut des Babys nicht reiben. Die Schulter und der Nacken sollte beim Träger nicht schmerzen. Das Baby ist in der richtigen Höhe gebunden wenn man ihm problemlos einen Kuss auf den Kopf geben kann – die sogenannte Kopfkusshöhe.”

Sarah erklärt uns, dass man um sicher zu sein, dass das Baby genug Luft bekommt, immer darauf achten sollte, dass es nicht in sich zusammen sackt oder, dass das Gesicht mit Stoff bedeckt ist.

“Kind und Brustkorb des Babys sollten sich nicht berühren. So ist gewährleistet, dass das Baby genügend Luft bekommt.”

Wenn sowohl Mama als auch Papa Tragen wollen, dann muss man darauf achten, dass die Länge für beide passt.

Man unterscheidet die Kängurutrage, Hüftsitztrage, Wickelkreuztrage und Rucksacktrage Abhängig von deiner Konfektionsgröße und dem Alter und Gewicht deines Kindes kannst du dich für eine Länge und eine Bindetechnik entscheiden. Während ein Neugeborenes vor dem Bauch getragen wird, kann dein Kind ab 3 Monaten auf der Hüfte sitzen. Später kann es dann auch auf dem Rücken getragen werden.

  3,80 4,10 4,60 5,20
Tragen auf der Hüfte Bis Größe 44 Bis Größe 44 Bis Größe 44 Bis Größe 44
Tragen auf dem Bauch Bis Größe 38 Bis Größe 44 Bis Größe 44 Bis Größe 44
Tragen auf dem Rücken Bis Größe 38 Bis Größe 44 Bis Größe 44 Bis Größe 44

Herstellung in Indien

Unsere MamaNuka Babytragetücher kommen aus Indien, das Land welches gemeinsam mit China den größten Anteil beim Baumwollexport vorzuweisen hat. In Indien hat die Textilherstellung eine jahrhundertelange Tradition. Unser Textilhersteller kooperiert mit Bauern aus Südindien, die reine Bio-Baumwolle anpflanzen. Dort wird das Material schon gepresst und zu Garn verarbeitet. Dazu werden aus den zusammen gepressten Blöcken Fäden gezogen, welche dann so lange gedreht werden, bis daraus ein feiner Faden wird. Das Garn wird dann zu unserem Textilhersteller in Gujarat geschickt. Dort wird es bis zum Endprodukt weiterverarbeitet. Unser Hersteller hat sich auf alle Bereich spezialisiert, also Weben, Färben und Nähen. Je nach Kunde legt er sein Augenmerk auf jeweils die Produktionsstufe, die für das Produkt am wichtigsten ist. So gibt es zum Beispiel Textilware, bei denen der Kunde äußerst komplexe und feine Webmuster erwartet. Oder auch komplizierte Schnitte. Entsprechend konzentriert sich unser Hersteller auf die von uns gewünschten Bedürfnisse. Unsere Tragetücher werden sorgfältig mit der Köperbindung gewebt, die man für feste und elastische Stoffe verwendet. Wir haben die Varianten Kreuzköper und Fischgrat, die sich jeweils in ihrem äußeren unterscheiden. Wichtig ist nur, dass die Bindung diagonal - elastisch ist. Diese fördert die Stabilität und die Elastizität. Wenn die Stoffe fertig sind, folgt die Färbung. Bei unserem Hersteller sind die Farben komplett frei von Chemikalien und aus rein pflanzlichen Mitteln hergestellt. Dank seiner über 10-jährigen Erfahrung in der Textilfärbung, weiß unser Produzent genau, welche Töne die Färbepflanzen ergeben. Dadurch entstehen die herrlich frischen Farben unserer Tücher, die sich im Laufe ihrer Nutzzeit noch leicht verändern. Wenn die Tücher fertig genäht sind - besonders wichtig ist unser Logo, denn es muss für eure Orientierung an der richtigen Stelle sein - werden sie sorgfältig verpackt und zu uns nach Deutschland geschickt.